WaldKladde – für Android und PC

Dynamisches Betriebswerk für den Kleinprivatwald

Rund ein Viertel des deutschen Waldes gehört privaten Waldbesitzern und Waldbesitzerinnen, die über weniger als 20ha Waldfläche verfügen. Für diese Gruppe wurde die WaldKladde als einfaches und günstiges dynamisches Betriebswerk entwickelt. Die WaldKladde soll das Interesse am Wald fördern. Sie unterstützt bei wichtigen waldbaulichen Entscheidungen und sichert eine nachhaltige Bewirtschaftung.

WaldKladde für Android (Versionen 8 und höher)WaldKladdePC als Desktop-Anwendung (Java)
Download: Vollversion 36,00 Euro; TestversionVollversion 30,00 Euro; Testversion; Handbuch
Vollversionen inkl. 1 Stunde Online-Support; bei Kauf Android Version 16 Euro Rabatt für die WaldKladdePC

Einfach in der Anwendung

Die WaldKladde ist einfach in der Anwendung und kann auch von forstlichen Laien schnell erlernt werden. Alle Tabellen und Datensätze lassen sich in einer einheitlichen Form aufrufen, eingeben, bearbeiten und löschen. Auf eine grafische Darstellung der Waldflächen wurde bewusst verzichtet, um die NutzerInnen bei der Bedienung nicht zu überfordern. Es gibt eine ausführliche Dokumentation, in der die Anwendung mit Hilfe von Beispielen Schritt für Schritt erklärt wird. In der Programmhilfe ist auch ein Kapitel zur Aufnahme der Bestandesdaten (Inventur) enthalten. Neben den tabellarischen Übersichten mit den wichtigsten forstlichen Kennwerten kann für jeden Bestand ein verbaler Waldbaubericht abgerufen werden. In diesem werden die wichtigsten waldbaulichen Maßnahmen für den Planungszeitraum dargestellt. Dazu gehören Hinweise zur Rückegassenanlage, der Z-Baumauswahl, der Durchforstung und dem Erreichen der Zielstärke. Der Planungszeitraum kann flexibel zwischen 1 und 10 Jahren gewählt werden.

Waldbau auf der Basis aktueller Daten

Im einem dynamischen forstlichen Betriebswerk werden die Inventur- oder Forsteinrichtungsdaten unter Berücksichtigung des Zuwachses und der erfolgten Maßnahmen (z.B. Durchforstungen) auf den aktuellen Zeitpunkt fortgeschrieben und Nutzungsmassen für den Planungszeitraum hergeleitet. Die Grundlage dazu sind Ertragstafeln. Die Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen erhalten so eine aktuelle Einschätzung der Bestände. Die WaldKladde weist darüber hinaus auf waldbaulich notwendige Maßnahmen hin. Sie gibt für Durchforstungen Entnahmemengen vor. Eine ToDo-Liste hilft gegen das Vergessen wichtiger Aufgaben. Alle Maßnahmen, sowie Einnahmen und Ausgaben werden erfasst und dokumentiert. Mit der WaldKladde haben Sie immer eine aktuelle Übersicht über Ihren Forstbetrieb.

Die WaldKladde ist auch geeignet als digitale Lösung für Forsteinrichter, Forstbetriebsgemeinschaften
und Landwirtschaftskammern, um die wichtigsten Forsteinrichtungsdaten an die einzelnen
WaldbesitzerInnen automatisiert weiterzugeben.

Flexibel und regional anpassbar

Weil die meisten Ertragstafeln und Zuwachsreduktionsfaktoren eine regionale Gültigkeit haben, sollte die WaldKladde an die örtlichen Verhältnisse angepasst werden. Es sind über 60 Ertragstafeln in der WaldKladde hinterlegt. Für die Ertragstafeln lassen sich individuelle Zielbestockungsgrade, Zielstärken und Baumzahlen vorgeben. Darüber hinaus können Baumartenbezeichnungen, -kodierungen und Baumartengruppen frei gewählt werden. Die Anpassungen lassen sich einfach in einer Tabelle vornehmen und sind in der Programmhilfe erklärt. Wer damit nicht zurecht kommen sollte, kann den Online-Support in Anspruch nehmen. Zu jeder Vollversion gibt es bei Registrierung 1 Stunde Online-Support. Gegen eine entsprechende Gebühr können auch die Bestände in die WaldKladde einpflegt werden.

Beispiel

Über das Menü der Startseite (Abb.1) gelangt man in die Tabelle Bestände (Abb.2). Der erste Bestand mit dem Namen „Saukuhle“ ist rötlich eingefärbt. Die Farbe deutet auf eine Überbestockung hin. Ein Klick auf die Zeile öffnet die Bestandesansicht (Abb. 3). Diese besteht aus den Tabellen mit den Zustandswerten, den geplanten Aufgaben (ToDo-Liste) und den getätigten Aktionen (z.B. Durchforstungen). Es handelt sich im Beispiel um einen 99jährigen Buchenreinbestand mit der Oberhöhenbonität im Alter 100 von 32,4m1. Die Inventurwerte (Abb. 4) können durch einen Klick auf die Zeile Bu (Buche) in der Zustandstabelle aufgerufen werden. Die Inventur wurde im März 2015 vorgenommen. Der Buchenreinbestand war damals 92 Jahre alt, die Oberhöhe betrug 31m und die Grundfläche 29,5 m²/ha. Es wurde für den 13.9.2016 eine Durchforstung gebucht, bei der 65 Efm/ha Buche entnommen wurden, was ca. 81 Vfm/ha entspricht. In der Zustandstabelle wird daher für den heutigen Zeitpunkt dynamisch (15.2.2022) die Grundfläche und der Bestandesvorrat auf 29.4 m²/ha bzw. 458 Vfm/ha geschätzt. Der Zuwachs beträgt im Moment 14,4 Vfm/ha. Ein Klick auf „Wb-Bericht“ öffnet den Waldbaubericht (Abb.5). In dem 5jährigen Planungszeitraum sollten 91 Vfm/ha oder 5,8 m²/ha Grundfläche in der Buche entnommen werden, damit der Bestand in 5 Jahren die gleiche eine Grundfläche wie in der Ertragstafel vorgegeben hat. Bei der Entnahme sollten vorrangig die Z-Bäume freigestellt werden.

Das Beispiel zeigt einen einschichtigen Buchenreinbestand. Mehrschichtige Mischbestände können selbstverständlich mit der WaldKladde abgebildet werden. Die Anteilflächenberechnung der Mischbaumarten erfolgt automatisch auf Basis der gewählten Ertragstafeln.

1 Es wurde die Ertragstafel Albert M., Nagel J., Schmidt M., Nagel R.-V., Spellmann H. (2021): Neue Ertragstafel für Buche. Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (Hrsg.). https://www.nw-fva.de/unterstuetzen/waldpflege-und-nutzung/neue-ertragstafeln (Zugriff am 13.1.2022) verwendet